Gotha

Abgang: Das ist der Geschmackseindruck, der nach dem Herunterschlucken des Weines bleibt. Länge und Intensität sind bedeutend für die Qualität des Weines.

Appellation d´Origine contrôlée (AC; AOC): Französisches System zur "kontrollierten Herkunftsbezeichnung", legt den Anbaubezirk, die Rebsorten, die maximalen Hektarerträge usw. fest.

Aceton: Buttersäure-Bakterien können diese Flüssigkeit im Wein verursachen, die sich in der Nase durch einen so genannten "Uhu-Ton" bemerkbar macht.

Adstringieren: Sie haben nach dem Weingenuss ein pelziges und ausgetrocknetes Gefühl auf der Mundschleimhaut und an den Zähnen? Das kommt vom hohen Gehalt an Tanninen gerade in jungen Rotweinen.

Alkohol: Der Begriff kommt von dem Arabischen "Guhlu" und wird in Deutschland 1597 zum ersten Mal erwähnt. Es handelt sich um eine organisch-chemische Verbindung, die in fester, öliger und flüssiger Form vorkommt. Er entsteht, wenn in einer Flüssigkeit eines (einwertig) oder mehrere Wasserstoff-Atome (mehrwertig) durch eine oder mehrere Hydroxy-Gruppen (Alkoholarten) ersetzt sind

Allier-Eiche: Sie wächst im Département Allier in Mittelfrankreich und wird zur Herstellung von Barriquefässern (siehe dort) verwendet. Sie eignet sich für Weiß- und Rotweine.

Amarone:  Ein trockener italienischer Wein aus rosinierten Trauben. Die Trauben werden nach der Ernte auf Bastmatten oder frei hängend getrocknet. Dabei bildet sich auch Edelfäule (siehe dort). Erst dann werden die Trauben gepresst und der Most durchgegoren.

American Viticultural Area (AVA): Amerikanisches Appellationssystem, dass erst seit 1978 besteht. Nur wenige Vorgaben müssen erfüllt werden (keine Mengenbeschränkung)

Ampelographie: von griechischen Wort ampelos, Weinstock; Rebenkunde

Amtliche Prüfnummer (AP): Auf jedem Etikett eines deutschen Weines zu finden als Zeichen der Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung des Weines. Die Nummer gibt Auskunft über die Prüfstelle, den Ort des Erzeugers, den Erzeuger, die Abfüllung und das Jahr der Prüfung.

Anbaugebiet: Gesetzlich festgelegtes Herkunftsgebiet von Weinen. Das älteste Anbaugebiet wurde 1756 für Portwein geschaffen. In Deutschland gibt es 13 Anbaugebiete.

Animalisch: Manche Weine ähneln im Geruch Tieren und Tierischem wie Tierhaut, Fell, Moschus, Fleisch und Blut. Dies wird nicht von allen Weintrinkern als positiv empfunden.

Anreichern: Bezeichnet den Zusatz von Zucker zum Traubensaft oder zum gärenden Most zur Steigerung des Alkoholgehaltes im späteren Wein und damit zur qualitativen Verbesserung (auch chaptalisieren).

AOC: siehe AC

Apfelsäure: Gehört neben Wein- und Zitronensäure zu den drei wichtigen Säuren im Wein. Ihr Anteil in unreifen Trauben ist höher als in reifen. Durch biologischen Säureabbau (siehe dort) wird sie in Milchsäure abgebaut und dadurch milder.

Assemblage:  Cuvee = Verschnitt gleichen Weins aus verschiedenen Fässern unterschiedlicher, aber zueinander passender Weinpartien oder verschiedener Rebsorten zum einheitlichen Wein.

Ausbau : Beschreibt die Reifung in Holzfässern, Edelstahltanks und Flaschen.

Ausbruch: In Österreich am Neusiedlersee hergestellte Weinspezialität, die aus überreifen beziehungsweise edelfaulen und natürlich angetrockneten Trauben mit einem Mostgewicht von mindestens 138 Grad Oechsle vinifiziert wird.

Auslese: Deutsche Qualitätsstufe, für die je nach Anbaugebiet ein bestimmtes Mindestmostgewicht vorgeschrieben ist. Meist werden sehr reife oder auch edelfaule Trauben verwendet.

Autochthon: Das lateinische Wort "Autochthon" heißt soviel wie „alteingesessen, eingeboren" und bezeichnet bei Reben solche Sorten, die nur in einer bestimmten Gegend vorkommen und angebaut werden.

Avinieren: Vor dem Verkosten wird das Glas (oder auch die Karaffe) mit Wein gespült, um mögliche Fremdgerüche verschwinden zu lassen, die beim Verkosten stören könnten.

 

Barrique: Kleines Holzfass, welches meist aus Limousineiche oder amerikanischer Eiche gefertigt wird.

Beerenauslese: Deutsche Prädikatsstufe, die aus überreifen oder edelfaulen Trauben hergestellt wird. Das Mindestmostgewicht variiert je nach Anbaugebiet zwischen 110 und 128 Grad Oechsle. Beerenauslesen sind oft Weine mit feiner Honigsüße und geringem Alkoholgehalt.

Biologischer Säureabbau (BSA): Die Umwandlung von Apfelsäure in Milchsäure wird auch malolaktische Gärung genannt. Der BSA wird vor allem bei Rotweinen, grundsätzlich vor dem Ausbau in Barrique-Fässern eingeleitet. Man kann den Vorgang bewusst einleiten, zum Teil kann er auch selbständig entstehen. Die Weine werden dadurch milder, verlieren aber ihre Fruchtigkeit. Daher wird er bei Weißweinen eher selten angewandt.

Blanc de Blancs: Wird im Französischen als Bezeichnung für Schaumweine (in erster Linie Champagner) benutzt, die ausschließlich aus weißen Trauben (Chardonnay) hergestellt wurden.

Blanc de Noirs: Ebenfalls aus der Schaumweinproduktion, wird aber auch für Stillweine benutzt. Steht für Weißweine, die aus roten Trauben gekeltert wurden.

Blend: Englisches Synonym für Cuvée (siehe dort)

Blindverkostung: Weinprobe, bei denen den Verkostern die Herkunft der Weine unbekannt ist. Weinwelt-Verkostungen werden immer als Blindprobe durchgeführt. Die Verkoster erhalten nur Angaben zur Sorte, zur Qualitätsstufe, zum Anbaugebiet und zum Alkoholgehalt. Der Hersteller bleibt unbekannt, um eine objektive Beurteilung zu garantieren.

blumig: Geruchseindruck, der an Rosen, Veilchen oder andere Blumen erinnert. Vor allem in Bouquet-Sorten (siehe dort) wie Muskateller, Traminer zu finden.

Bocksbeutel: Vom Anbaugebiet Franken geschützte Flaschenform (findet sich auch im portugiesischen Anbaugebiet Vinho Verde und in Griechenland). Der Name stammt vermutlich dem Ausdruck "bauchige Buddel" oder vom "Booksbüdel", dem Beutel für das Gebetbuch. In Franken dürfen nur Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA, siehe dort) abgefüllt werden.

Böckser: Weinfehler, der durch Schwefelwasserstoff-Verbindungen im Wein entsteht. Er macht sich durch den Geruch nach faulen Eiern, verbranntem Gummi o.ä. bemerkbar. Durch Kupferschönung (siehe dort) kann der Weinfehler behoben werden, mit einem Kupferpfennig können Sie eine solche Schönung selbst durchführen.

Bordeaux-Brühe: Ein Gemisch aus Kalk, Kupfersulfat und Wasser, das zur Bekämpfung von falschem Mehltau (siehe dort) und andern Pilzkrankheiten benutzt wird. Wird als einziges chemisches Mittel auch im organischen Weinbau genehmigt.

Botrytis cinera: Schimmelpilz, der sowohl die Edelfäule (siehe dort), als auch die Graufäule (siehe dort) verursachen kann.

brandig: Ein Wein ist brandig, wenn der vorhandene Alkohol übermäßig oder sogar unangenehm in den Vordergrund tritt. Das Phänomen entsteht meist bei sehr reifen Trauben mit hohem Zuckergehalt und wenig Säure.

Brettanomyces: Eine Form der Hefe, die vor allem in alten Fässern vorkommt und meist ein Zeichen von hygienischen Mängeln im Keller ist. Sie führt im Wein zu einem Mäuselton (siehe dort) beziehungsweise zu einem metallischen Geschmack. In geringen Mengen wird der Geschmack von manchen Weintrinkern als angenehm empfunden.

Brix: In den USA übliches Maßsystem zur Bestimmung des Zuckergehaltes (vgl. Oechsle)

Brut: Bei Schaumwein und Champagner übliche Bezeichnung für einen Restzuckergehalt von weniger als 15 Gramm (trocken). Extra brut steht für weniger als sechs Gramm Restzucker (extra trocken).

Bukett: Bezeichnet den Gesamteindruck eines Weines. Die Summe aller Geschmacks- und Geruchseindrücke eines Weines, die für eine Sorte typisch sind. Es wird zwischen Aroma als einzelnem und Bukett als Gesamteindruck unterschieden.

Wir sind Partner der Barrique GmbH   |  www.barrique.com   |  Typo3