Gotha

Kabinett: Niedrigste deutsche Qualitätsstufe. Weine mit Prädikat dürfen nicht angereichert (siehe dort) werden, daher wirken Kabinett-Weine meist leicht und elegant. Es muss ein Mindestmostgewicht erreicht werden.

Kalkstein: Außer in heißen Klimazonen, wo er als ungeeignet gilt, zählt Kalkstein zu den beliebtesten Böden im Weinbau. Die Reben können nur durch Risse im Stein Wurzeln, profitieren aber davon, dass Kalkböden meist über größeren Grundwasservorräten vorkommen.

Kalte Gärung: Gärung, die zwischen 10 und 15 Grad Celsius abläuft, siehe auch Gärung, weinwelt 4/2003

karamelisiert: Geschmackseindruck von gebranntem Zucker

Kater: typische Symptome nach übermäßigem Alkoholgenuss sind Migräne, Herzklopfen, starke Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Zittern, Magenschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Rötung der Haut u.ä. Vor allem die Zuführung von ausreichend Flüssigkeit, Mineralsalzen und Vitaminen ist dann wichtig, übermäßige körperliche Anstrengung sollte man vermeiden. Auch weiterer Alkoholgenuss ist aus gesundheitlichen Gründen zu vermeiden.

Keller: Meint einerseits den Ort, an dem Wein hergestellt wird, andererseits auch den Ort der Weinlagerung. Um Wein optimal einzulagern sollten bestimmter Bedingungen bezüglich Licht, stabile und optimierte Luftfeuchtigkeit und Temperatur erfüllt sein.

Kellerbuch: Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein Kellerbuch, in dem man Einkaufsdatum, Einkaufsstätte, Preis, Besonderheiten und nach der Degustation eine Weinbeschreibung notieren kann. Auch Winzer führen ein Kellerbuch, das bei Nachfrage der Weinprüfung vorgelegt werden muss.

Kellerschimmel: Durch die in der Kellerluft vorhandenen Bakterien und Stoffe wie Alkohol und Essigsäure, entsteht an den Kellerwänden oft ein dunkler, fast schwarzer Schimmel. Er ist geschätzt, da er die Luftfeuchtigkeit im Keller reguliert und sich - solange er an den Wänden bleibt - nicht schädigend auf den Wein auswirkt.

Keltern: Vorgang, durch den der Traubensaft, der so genannte Most (sieh dort), von den Trauben getrennt wird. Früher und auch heute noch in bestimmten Gegenden (Douro), geschah das durch Stampfen mit den Füssen. Inzwischen gibt es verschiedene mechanische Keltermethoden, bei denen durch hydraulisches oder pneumatisches Pressen, zunächst mit wenig Druck, später mit mehr Druck, die Maische (siehe dort) ausgepresst wird. Der ablaufende Saft wird entweder in entsprechend großen Behältern aufgefangen oder direkt in größere Behälter gepumpt.

Kirchenfenster: Bezeichnung für die "Schlieren", die beim Schwenken des Weines am Glas entstehen. Ihre Abstände lassen Rückschlüsse auf die Viskosität (siehe dort) und den Alkoholgehalt zu. Je geringer der Abstand, desto höher der Alkoholgehalt.

klar: Kriterium bei der Weinbeurteilung. Normalerweise sollte ein Wein ganz klar sein. Rotweine werden allerdings oft ungefiltert abgefüllt. Weißweine hingegen können mit Hilfe moderner Filteranlagen glanzklar abgefüllt werden.

klären: Durch Schönen (siehe dort), Filtern und Selbstklärung (siehe dort) werden Hefen, Trübungen, und Schwebpartikel aus dem Wein entfernt, damit dieser klar und sauber in die Flaschen gefüllt werden kann.

Klassifikation: Die Klassifikation dient der Festlegung von bestimmten Regionen, Lagen und Weinbergen zur Qualitätssicherung. Darin enthalten sind außerdem Regelungen zu Hektarertragsgrenzen, erlaubten Sorten und Qualitätsstufen. Abkürzungen wie AOC, DOC, DAC (siehe dort) usw. stehen für diese Klassifikationen.

Klon: Klone sind Rebpflanzen, die durch vegetative Vermehrung von einer Mutterrebe entstehen und sich genetisch nicht unterscheiden.

Klosterneuburger Mostwaage (KMW): in Österreich übliches Maß für das Mostgewicht. Wurde in der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Klosterneuburg entwickelt.

Körper: Summe aller Substanzen und Stoffe, die gelöst im Wein vorkommen und bei einer Destillation zurückbleiben; nennt man auch Extrakt oder Gesamt-Extrakt.

Kohlensäure: entsteht in großen Mengen bei der alkoholischen Gärung (siehe dort, weinwelt 4/2003) und bleibt in geringen Mengen im Wein und verleiht ihm dadurch eine gewisse Frische. Bei der Schaumweinproduktion bleibt ein größerer Anteil im Wein als tragendes Element zurück. Bei Perlwein wird Kohlensäure zugesetzt.

Konzentration: Um den Zuckergehalt im Most und damit in der Folge den Alkoholgehalt des Weines zu verbessern, gibt es verschiedene Formen der Konzentration. Die gängigste ist die Osmose (siehe dort), außerdem kann man durch Niederdruck- und Niedertemperaturverfahren (siehe dort) und durch Gefrierkonzentration eine Erhöhung des Zuckers erreichen.

Korken: Der Flaschenverschluss wird aus der Korkeiche gewonnen, die in erster Linie in Portugal wächst. Alle neun bis elf Jahre wird die Rinde der Korkeiche geschält, lange gelagert und unter anderem zu Korkstopfen verarbeitet. Die Qualität eines Korkstopfens ist von seiner Länge, seiner Porenanzahl und seiner glatten Oberfläche abhängig. Bei all seinen Vorteilen als Naturprodukt entstehen immer wieder wirtschaftliche Schäden durch Korkfehler (siehe dort).

Korkfehler: Ein Geruch, der sich durch muffige, schimmelige und korkige Aromen bemerkbar und den Wein ungenießbar macht. Ursache dafür ist das so genannte Trichloranisol (TCA), das durch die desinfizierende Chlorbehandlung der Korken entstehen kann. Seit einigen Jahren wird daran gearbeitet, einen adäquaten Ersatz für Kork zu finden, der auch beim Verbraucher auf Akzeptanz stößt.

Krankheiten: Man unterscheidet zwischen Reb- und Weinkrankheiten. Krankheiten an den Reben haben ihren Ursprung in schädigenden Umwelteinflüssen (Witterung), Bodenprobleme und Nährstoffmangel. Außerdem haben Schädlinge, Pilze, Viren und Bakterien einen schädigenden Einfluss auf die Pflanze. Krankheiten wirken sich auch immer negativ auf den Wein aus. Krankheiten im Wein werden durch Mikroorganismen ausgelöst. Sie zeigen sich in unangenehmen Gerüchen und Trübungen des Weins.

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